Sonntag, 24. September 2017

Alex Rider & Yassen Gregorovich

Titel: Russian Roulette
Reihe: Alex Rider (Band 10)
Autor: Anthony Horowitz
Seiten: 405
Verlag: Walker Books

Route: Yassen Gregorovich ist der beste Killer, den Scorpia je hervorgebracht hat. Doch auch er hat einmal klein angefangen. Geboren in einem kleinen russischen Dorf, ändert sich sein Leben von einen Moment auf den anderen. Seine Vergangenheit legt den Grundstein für seine Zukunft. Seine Entscheidungen jedoch machen ihn zu schließlich Yassen. Jemand der Alex Leben oft genug verschont hat. Jemand der eine Schuld gegenüber Alex Vater fühlt. Jemand der einmal ein ganz normaler Teenager war.

Wow!
Das ist der 1. Eindruck den dieses Buch bei mir hinterlässt.
Hier geht es ausschließlich um Yassen Gregorovich's Geschichte. Und Wow! Das ist ja mal ein Ding!

Es ist unglaublich interessant zu sehen wie aus einem wirklich ganz normalen Kind jemand wie Yassen Gregorovich, bester Auftragskiller der Welt, wird. Die Geschichte beginnt bei Yasha, der in einem kleinen Dorf, unter einfachen Verhältnissen, in der russischen Pampa aufwächst. Seine Eltern sind sehr liebevoll, aber leider in ein etwas unschönes Arbeitsumfeld integriert.Welches dazu führt, dass sein Heimtadorf von der Armee ausradiert wird, seine Familie getötet und er fliehen muß. Danach beginnt eine Odysee für Yasha, der Mutterseelenallein in Moskau bei einer kleinen Straßengang landet. Als ihn die Umstände zu einem Einbruch bei ausgerechnet dem Mann zwingen, der für die Auslöschung seiner Heimat verantwortlich ist, wendet sich das Blatt. Durch einen dummen Zufall wird Yasha zu Yassen und muß dem Oligarchen drei Jahre lang dienen. Als ihm endlich die Flucht gelingt, geschied dies durch unfreiwillige Mithilfe von SCORPIA. In diesem Moment habe ich los gejubelt, bis mir plötzlich klar wurde: "Äh Stop! Scorpia? Das sind doch die Bösen!".😂😂😂

Sein Lebensweg ist total spannend geschrieben und ich hätte Yassen niemals solche vielschichtigen Gefühle zugetraut. Man erwartet einfach eine ganz andere Art Mensch. Aber so werden auch wiederrum einige Sachen klar - die Anthony Horowitz übrigens wunderbar mit älteren Plotteilen verbindet. Zum Beispiel Yassen's, bereits durchschimmernde Abscheu, gegenüber größenwahnsinnigen Millionären. Wie Yassen es schließlich schafft seine Blockade gegenüber dem Töten zu überwinden, ist auch sehr glaubwürdig und eigentlich war es nicht gerade unerwartet. ;-) Rache ist schließlich Blutwurst.

Einen gewaltigen Fehler hat der Autor allerdings gemacht, einen Fehler im Handlungsverlauf.
John Rider und Yassen haben sich nicht in Paris zum letzten mal gesehen. Yassen und John waren zusammen auf Malta, als der MI6 John Riders Entführung gefakt hat. Yassen sollte überleben um Scorpia zu berichten was passiert ist.
Aber wie kann man denn so einen wichtigen Handlungsstrang vergessen?! Der Abschied in Paris klang für mich eindeutig nach einem entgültigen Abschied. Außerdem wäre dieses Ereignis ein wichtiger Punkt in Yassen's Leben gewesen, den er garantiert erwähnt hätte.
Das Verrückte daran ist, ich kann es dem Autor nicht einmal übel nehmen! Irgendwie hat er mich trotzdem überzeugt. Unfassbar! Dieses Ende hat auch richtig gut ins Buch gepasst, oder besser gesagt zu Yassen. Tja, Mission accomplished würde ich mal sagen. XD

Der Band war super spannend und extrem emotional. Mit der Beste der gesamten Reihe! Deshalb gebe ich trotz Inhaltsfehler einen Koffer mit Stern.



Sonntag, 10. September 2017

Re-Read: Ark Angel - Alex Rider

Titel: Ark Angel
Reihe: Alex Rider (Band 6, 11 Bände gesamt, in engl. abgeschlossen)
Autor: Anthony Horowitz
Seiten: 343
Verlag: Walker Books

Lesereise: Nur knapp dem Tot von der Schippe gesprungen wird Alex im St. Dominic's Krankenhaus in London behandelt. Dort trifft er auf Paul Drevin, Sohn von Nikolai Drevin, seines Zeichens Billionär und Visionär. Drevin investiert in Raumfahrttourismus und für dieses Programm arbeitet er nicht nur mit der Regierung in London, sondern auch mit den USA zusammen. Als sein Sohn Paul im Krankenhaus entführt werden soll, nimmt Alex dessen Platz ein und macht so Bekanntschaft mit den Umweltterroristen Force 3. Doch warum sollte Paul entführt werden und weshalb ist die CIA hinter Nikolai Drevin her? Wieder einmal wird Alex in die Umlaufbahn einer Verschwörung katapultiert, im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Ende von Ark Angel war mir ein bisschen to much. Man kann zwar deutlich sehen das der Autor gut recherchiert hat und sich mit den Details Mühe gibt, aber mir erscheint das einfach zu viel. Alex ist für solche Missionen nun wirklich nicht vorbereitet und nach allem was er zuvor schon durchgemacht hat... sehr unrealistisch. Wie auch immer, die Geschichte bleibt spannend bis zuletzt, ganz im gewohnten Stil von Mr. Horowitz.

Man sieht jetzt einen sehr deutlichen Unterschied zu dem Alex in Band 1 und dem Alex hier. Die Figur hat sich mit jedem Buch weiterentwickelt und irgendwann, wenn nicht schon jetzt, wird es für Alex zu spät sein ein normales Leben zu führen. Ich glaube ja, das er schon jetzt gar nicht mehr zurück kann. Gerade deshalb erscheint sein Widerwille gegenüber der Zusammenarbeit mit MI6 und Co. etwas gekünstelt. Das könnte aber auch daran liegen, dass Alex Figur selbst sich noch nicht im Klaren darüber ist.

Schade finde ich, dass die Bösewichte immer gleich ausfallen. Etwas mehr Kontrast wäre wirklich schön! Weiterhin wird deutlich, dass Horowitz immer das selbe Dramaturgiemuster bemüht. Ich bin mir nicht ganz sicher wie ich das finden soll. Auf der einen Seite funktioniert es natürlich, auf der anderen Seite könnte man das vielleicht als handwerkliche Schwäche deuten. In Sachen Spannung und Action steht Ark Angel seinen Vorgängern zwar in nichts nach, dennoch hat mir dieser Band nicht so gut gefallen wie die anderen. Mir fehlt einfach der Kontrast bei den Nebenfiguren und die Handlung ist zu ähnlich.

Dennoch ist das Buch lesenswert und ein jüngeres Publikum wird an diesem Medium durchaus seine Freude haben. Mir persönlich hat das 1. Drittel des Buches zum Beispiel sehr gut gefallen, nur der Rest leider nicht so sehr.


Sonntag, 20. August 2017

Re-Read: Alex Rider - Skeleton Key

Titel: Skeleton Key
Autor: Anthony Horowitz
Reihe: Alex Rider (Band 3)
Seiten: 325
Verlag: Walker Books


Route: Eigentlich soll es ein einfacher Auftrag werden. Alex begleitet zwei CIA Agenten auf die Insel Skeleton Key und dient nur als Tarnung um die beiden Agenten ins Land zu schmuggeln. Doch wann ist je ein Auftrag für Alex simpel gewesen? General Sarov plant einen Atomschlag gegen die Welt und Alex soll dabei eine ganz spezielle Rolle spielen. Doch natürlich hat er da noch ein Wörtchen mitzureden und er ist ganz und gar nicht einverstanden.

Vergleicht man den 3. mit dem 1. Band, merkt man deutlich die Steigerung im Anspruch von Alex's Fällen. Alex hat inzwischen dazu gelernt, er wirkt reifer und schon fast wie "ein alter Hase". Das Abenteuer wird gefährlicher und Alex muss mehr einsetzen, als bisher. Wirklich schade ist, das Alex, Mr. Blunt und Mrs. Jones die einzigen Charaktere sind die überhaupt eine Entwicklung durchmachen (Alex natürlich am meisten). Alle anderen Figuren bleiben fade und grau und ganz besonders Sabina hat die Persönlichkeit einer Gurke (beliebiges Gemüse einsetzbar). Sie stellt zwar fest das Alex nicht so ist wie andere Jungs und offensichtlich hat sie auch etwas für ihn übrig, aber offenbar macht sie sich über die Zeilen ihrer Buchauftritte hinaus, darüber keine Gedanken. Das ist wirklich sehr schade, denn an Alex sieht man gut, das der Autor Charaktere kann. Die CIA Agenten waren mir ebenfalls zu plump. Schließlich war das nicht ihr 1. Auftrag und Alex muss sie darauf hinweisen das sie kurz vor dem Tauschgang von oben beobachtet werden und dann nehmen die das nicht einmal ernst? Ich dachte das sind Professionelle... das sich ihre Abneigung gegen Alex dermaßen auf die Qualität ihrer Arbeit auswirkt war sehr merkwürdig. Die Bösen hingegen, auch wenn extrem Klischeebehaftet, fand ich sehr interessant, allen voran Sarov. In dem Moment als er Alex diese eine Frage stellte, dachte ich nur: "Waaas?! Das hast du jetzt nicht wirklich gefragt?!". 😂
Überhaupt das Beste an dem Buch ist die Spannung. Die Geschichte fängt langsam an, nimmt aber ab der Hälfte richtig Fahrt auf. Man leidet mit Alex und die ganze Szene in Schottland: extrem Nerven aufreibend! Auch lobenswert zu erwähnen ist die Tatsche wie sehr Alex die Ereignisse innerlich mitnehmen, auch wenn er sich ein bisschen zu schnell davon erholt, aber okay.

Die Timeline ist einer meiner größten Kritikpunkte. Am Anfang des Buches befindet sich Alex mitten in seinen Sommerferien. Am Ende des Buches stehen die Sommerferien plötzlich wieder vor der Tür und Alex wird dabei nicht einmal älter. Hier stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. Ich habe den Eindruck das der Autor vor lauter Actionsequenzen, vergessen hat an seiner zeitlichen Reihenfolge zu arbeiten. Weiterhin fand ich es sehr merkwürdig das Sabina am Ende des Buches Alex aufsucht und meint das sie froh sei ihn endlich zufällig zu treffen, das sie seine Telefonnummer nicht hatte. Das einzige was sie hat, ist seine Adresse und das klang so, als ob sie die ganzen restlichen Ferien auf der Suche nach ihm war. WTF?! Wenn sie seine Adresse hat kann sie doch einfach vorbeifahren, wo ist das Problem? Da braucht sie  X - Wochen um eine Adresse aufzusuchen?!

Alles in allem ist Skeleton Key ein sehr spannendes Spionageabteuer. Trotz einiger Kritikpunkte, empfand ich das Buch beim lesen viel stärker als seine Vorgänger, was sicher all den geballten Actionszenen zu verdanken ist. Dennoch vergebe ich nur 3 Reisekoffer, für zu schwachen Nebencharaktere und auffallenden Logikfehler. Trotzdem gilt: Alex bleibt einfach der Coolste, mit dem besten Humor of ever! :D

Freitag, 4. August 2017

Re-Read: Alex Rider - Point Blanc

Titel: Point Blanc
Autor: Anthony Horowitz
Reihe: Alex Rider (Band 2; 11 Bände abgeschlossen in engl., dt. Titel: Gemini Projekt)
Seiten: 303
Verlag: Walker Books

Lesereise: Alex nächster Auftrag fürht uns in die Alpen an der Grenze zwischen Schweiz und Frankreich. Der M16 hat Alex als Sohn eines Reichen Industriellen in eine Schule für Superreiche eingeschleußt. Dort soll er herausfinden wie die Morde eines Elektronikmoguls und eines russischen Militärs zusammen hängen. Beide hatten Söhne in Alex Alter auf der Schule, welche in die Schweizeralpen gebaut wurde. Eine Schule die bald zu Alex Alptraum wird.

Im zweiten Band gibt sich der M16 wieder Mühe Alex zu erpressen und zu manipulieren um ihn als Agent einzusetzen. Eine sehr fragwürdige Taktik um genau zu sein und langsam bekommt man Mitleid mit ihm. Aber sonst hätten wir ja kein Abenteuer. ;-)
Diesmal schlüpft Alex in die Rolle eines rebellierenden reichen Milliardsohnes und muss sich dafür nicht nur einen Ohrring stechen lassen, sonder auch von seiner Persönlichkeit verabschieden. Es ist interessant zu beobachten wie Alex diese schauspielerische Leistung erbringt, denn die ist nicht nur erfolgreich. Dennoch bekommt man den Eindruck das ein kleiner Rebell auch in ihm steckt. Auf diese Weise wird auch sein Entwicklungspotenzial gezeigt.
Erstaunlich ist es wieviel Glück Alex hat und man kann jetzt darüber streiten ob man das dem Autor abnimmt, oder ob es schon zuviel des Guten ist. Ich persönlich sehe das eher locker. Natürlich macht er wieder einen entscheidenden und ein paar kleine Fehler die ihn für den Leser aber symphatisch machen.
Auch mit den Nebencharakteren hat sich Horowitz diesmal mehr Mühe geben, dennoch bleiben sie blass. Jack Starbright zum Beispiel ist kaum fassbar, was schon etwas schade ist. (Obwohl ich verstehen kann wieso Horowitz sie so sehr rausnimmt.) Die Bösen sind extrem von Klischees behaftet, aber für ein MG Buch ist das auf jeden Fall hinnehmbar.
Die Handlung ist wieder ganz simpel gestrickt und folgt der klassischen Daramturgie. Am Ende gibt es noch eine Überraschung die fast ein Cliffhanger sein könnte.

Auf jeden Fall merkt man das die Spannung steigt und es eine leichte Entwicklung im Plot und bei den Charakteren gibt. Auch ein Buch zum schnellen zwischendurch lesen mit dezentem Suchtpotenzial.




Dienstag, 1. August 2017

Re-Read: Spionageabenteuer mit Alex Rider

Titel: Stormbreaker
Autor: Anthony Horowitz
Reihe: Alex Rider (11 Bände, englisch abgeschlossen, Buch verfilmt Stormbreaker Trailer)
Seiten: 304
Verlag: Walker Books

Route: Alex Rider ist 14 Jahre und hat gerade das letzte Familienmitglied bei einem Autounfall verloren: Ian Rider, sein Onkel. Er arbeitete bei einer Bank und ist zuständig für internationale Affairen. Doch stimmt das wirklich? Alex fallen merkwürdige Kleinigkeiten auf die nicht zusammenpassen. Als er schließlich den BMW seines Onkels findet, steht fest, dass es kein Autounfall war, sondern eine volle Breitseite an Kugeln.

Das Buch ist ein schöner Auftakt zu einer meiner liebsten Reihen. Alex Rider habe ich vor gut zehn Jahren schon gelesen, das waren noch Zeiten... und anlässlich des Erscheinen des 11. Bandes "Never say die" (Autorenseite) wird es Zeit die Reihe zu rekapitulieren.

Unschwer zu erkennen ist das es sich hier um ein Middlegrade Buch handelt.
Alex Rider ist ein teilweise recht abgebrühter 14. jähriger Junge und lebt in Chelsea, England. Sein Onkel hat schon früh dafür gesorgt dass Alex auf ein mögliches Leben als Spion vorbereitet wird, mit Sprachen und Fertigkeiten. Ob Ian Rider die Zukunft seines Neffen bereits geplant hat, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Klar ist nur, dass Alex Eltern tot sind und man erwarten kann, dass es sich dabei vielleicht um keinen Zufall handelte. Wie auch immer, Alex ist ein guter Charakter für die Rolle eines Teenagerspionen. Er muss noch einiges lernen, was man im Verlauf der Geschichte deutlich sieht. Alex bläst zum Beispiel seine Deckidendität und er ist nicht frei von Fehlern. Teilweise handelt er naive, allerdings ohne kindlisch zu wirken, und das macht ihn nicht nur symphatisch sondern auch real. Man kann durchaus sagen das der MI6 (Mr. Blunt and Mrs. Jones) hier zu den Antagonisten gehören, auch wenn sie sich als die Guten darstellen.
Sehr witzig sind mal wieder ein paar deutsche Wörter, die einem natürlich nur auffallen wenn man das englische Original liest, eine nette Spielerei. Auch scheint der Auto eine Vorliebe für deutsche Autos zu haben, insbesondere Mercedes und BMW Luxusvarianten. 😁 Ich bin eigentlich kein Freund davon wenn man es einer Geschichte deutlich anmerkt das der Autor seine persönlichen Vorlieben einbaut, hier passt es allerdings durchaus zum Plot. Denn man kann davon ausgehen, das die Bösen nicht im uralten klaprigen Trabi oder dergleichen vorfahren.

Die Geschichte ist sehr spannend, wenn auch einfach gestrickt. Mit Details hält sich der Autor manchmal etwas zu sehr zurück und die Kapitel sind der Zielgruppe entsprechend kurz gehalten. Ein paar Sachen fallen unter den Tisch, so zum Beispiel Alex Verletzungen. Aber der Leser kann damit leben.

Durch die Kürze ist Stormbreaker ein gutes Buch zum Zwischendurch weginhalieren und wenn man erst einmal in die Geschichte eintaucht, kommt auch Suchtpotentzial auf. Die Reihe hat großes Entwicklungspotenzial mit viel Action.

P.S.: Der Film lehnt sich weitestgehend an das Buch und trotz einiger Unterschiede finde ich die Verfilmung in Ordnung. Alex Pettyfer spielt in der Hauptrolle. Die Graphic Novel lehnt sich wiederrum an den Film, hier nicht zu viel erwarten.



Sonntag, 2. Juli 2017

My secret life: Anime

Hallo!

Heute plaudere ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Denn natürlich ist mein Alltag nicht nur von - na ja - Alltag geprägt, sondern neben Büchern habe ich noch eine andere Leidenschaft: Anime.
Ja, ich gestehe ich bin süchtig. 😊 (Mal mehr, mal weniger. xD)

Ich stelle Euch heute mal drei meiner absoluten Lieblinge vor.

Fullmetal Alchemist (Hagane no Renkinjutsushi)

 

Genre: Abenteuer
Episoden: 51
Season: 2 (1: Fullmetal Alchemist; 2: Fullmetal Alchemist Brotherhood - 64 Episoden)
Zusatz: 2 Filme (Sacred Star of Milos; Eroberer von Shamballa), 4 OVA's, 16 Mini-Clips
Vorlage: Manga
Inhalt: Die beiden Brüder Edward und Alphonse Elric sind auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Sie wollen damit ihre verstorbene Mutter wieder zum Leben erwecken. Durch einen tragischen Umstand ist Alphonse ebenfalls fast gestorben und Edward konnte mit Hilfe von seinen alchemistischen Kräften die Seele seines Bruder an eine Rüstung binden. Er selbst hat dabei einen Arm und ein Bein verloren. Diese wurden durch Automail (bestimmte Art Protesen) ersetzt, welche Edward den Beinamen Fullmetal geben. Beide Brüder versuchen nun die Geheimnisse der Alchemie und deren oberstes Prinzip vom äquivalenten Tausch zu ergründen um ihre Leben wieder herzustellen.

Fullmetal Alchemist ist eines der kompliziertesten Anime's das ich bis jetzt gesehen habe, einfach weil die Handlung einen imensen Umfang aufweist. Dafür ist sie aber einer der interessantesten und vielfältigsten Handlungen die ich je in Animeform hatte. Die Geschichte spielt in einer an das 20 Jh. angelehnten fiktiven Welt in der Alchemie (eine Art Magie) und Technik Hand in Hand gehen. Die Alchemie ist hier sehr interessant umgesetzt, mit vielen Ansätzen und Grundgedanken aus der "echten" Alchemie. So trifft man hier zum Beispeil auf Homunculi, eine Art künstliche Menschen, die Suche nach dem Stein der Weisen und verschiedene interessante philosophische Ansätze. Es gibt eine Unzahl an unterschiedlichen Charakteren, die einen über viele Folgen begleiten und einem so ans Herz wachsen. Allen vorran natürlich die Protagonisten Ed und Al, aber auch Winry, Oberst Mustang und viele mehr. Es gibt eine sehr dezente und nur ganz leicht angedeutete Liebesbeziehung zwischen Ed und Winry, die aber nur eine ganz kleine Nebenrolle in der Handlung hat. Das ist auch absolut gut so, den die Handlung ist an sich bombastisch, mit all den Geheimnissen und Infos, die unsere Helden auf ihrem Weg entdecken. Das politische System ist hier genauso interessant wie die Suche. Die Bösen überraschen einen immer wieder, genauso wie... ja eigentlich alles.
Fullmetal Alchemist - beide Season's - sind unangefochten auf Platz 1 meiner liebsten Anime of all times!
Für die Season 2 Fullmetal Alchemist Brotherhood muss man wissen, dass es sich hierbei um eine Neuauflage des 1. Anime (Season 1) handelt die sich stärker an der Mangavorlage orientiert. Hierbei gibt es einige Unterschiede im Plot und in einigen Details, sowie das Ende selbst.

Noragami

Genre: Action
Episoden: 12
Season: 2 (1:Noragami; 2: Noragami Aragoto - 13 Episoden)
Zusatz: 4 OVA's
Vorlage: Manga
Inhalt: Yato ist der Gott der Katastrophe, aber heutzutage kennt ihn niemand mehr. Nicht mal einen Schrein kann er sein eigen nennen und so streift er durch die Stadt, immer auf der Suche nach Nebenjobs. In Gedanken vertieft wird er fast von einem Lastwagen überfahren, doch die Schülerin Hiyori stößt ihn im letzten Moment zur Seite und wird dabei selbst angefahren. Dabei gerät sie in einen Zustand der es ihr erlaubt sich im Schlaf von ihrem Körper zu lösen und schwebt so zwischen der Grenze von Tod und Leben. Yato soll ihr nun helfen diesen Zustand zu beenden, damit sie ihr leben ganz normal fortführen kann. Doch Yato hat als Gott tatsächlich noch ein paar Dämonen zu bekämpfen, manche davon sogar aus den eigenen Reihen.

Noragami ist ein sehr lustiger und spannender Anime mit einer gewissen Tragik. Yato ist ein total selbstverliebter Charakter, auf der anderen Seite kann er aber auch selbstlos handeln und ist seinen Freunden treu. Mit Yato gibt es wirklich immer etwas zu lachen, denn die Charaktere die ihn begleiten könnten alle nicht unterschiedlicher sein, was zu den witzigsten Szenen führt. Hiyori und Yato werden ganz langsam zu einem Liebespaar, wobei Hiyori immer die ruhige Person, eine Vermittlerin darstellt, die bei all den durchgeknallten Göttern und Regalias ein bisschen die Waage hält. Die Kämpfe sind sehr spannend und all die Geheimnisse die im Hintergrund ihre Fäden spinnen, bieten hier sozusagen das Sahnehäubchen. Yato ist einer meiner liebsten Charaktere weil seine Persönlichkeit einfach so extrem und speziell ist. ;-) Die Handlung steht bei diesem Anime aber eindeutig im Vordergrund.

Hineise auf eine 3. Season gibt es noch nicht, laut dem Manga ist allerdings noch genug Stoff dafür vorhanden und eine weitere Season ist sehr wahrscheinlich (jede Menge ungeklärte Ereignisse), hoffentlich sehr bald!

Snow White with the Red Hair (Akagami no Shirayuki-hime)

 

Genre: Romanze
Episoden: 12
Seasons: 2 (1: Akagami no Shirayuki-hime; 2: Akagami no Shirayuki-hime 2 - 12 Episoden)
Zusatz: -
Vorlage: Manga
Inhalt: Shirayuki's rote Haare machen sie einzigartig. Sie lebt ein ruhiges leben und arbeitet als Heilerin. Doch als Prinz Raji dieses Köingreiches von ihr erfährt, will er sie zu seiner Konkubine machen. Entschlossen lehnt Shirayuki ab, schneidet sich die Haare und geht nach Wistaria. Unterwegs macht sie an einem alten Haus halt und trifft dort auf Zen und seine beiden Freunde Kiki und Mitsuhide. Doch Raji gibt nicht so schnell auf und sendet einen Korb mit vergifteten Äpfeln, von dem Zen ißt. Als Raji's Handlanger Shirayki holen und er anbietet ihr das Gegengift zu geben, wenn sie bei ihm bleibt, stellt sich heraus wer Zen in Wirklichkeit ist. 

Ich mag beide Season's total gerne! Die Geschichte hat eine ruhige Atmosphäre ist aber nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Mit dem Märchen von Schneewittchen hat das Ganze nicht wirklich viel zu tun. Märchenhafte Züge sind natürlich vorhanden. Das Setting ist eine mittelalterliche Welt mit prächtigen Schlössern, gerade so wie man das erwartet bei solchen Anime. Am meisten gefallen mir hierbei die Charaktere, ihre Beziehungen untereinander und wie sich diese entwickeln. Die Handlung an sich ist relativ simpel, aber das Hauptaugenmerk liegt ohnehin auf der Liebesgeschichte. Die politischen Irrungen und Verwirrungen spielen auch eine nicht unbedeutende Nebenrolle. Für mich aber eher uninteressant. Der interessanteste Charakter ist Zen's großer Bruder, der König.
Da ich keine Manga lese, kann ich nicht beurteilen inwiefern jetzt alles übereinstimmt oder ob noch Stoff für eine 3. Season übrig ist. Ich fände es aber natürlich toll noch mehr über die Charaktere zu erfahren. Tief in meinem Herzen wünsche ich mir natürlich das Zen & Shirayuki heiraten. 😍


Freitag, 16. Juni 2017

Verflucht

Titel: Verflucht
Reihe: Einzelband
Autorin: Victoria Schwab
Seiten: 320
Verlag: Heyne Verlag

Lesereise: In jeder Geschichte steckt ein Funken Wahrheit oder nicht? Lexi's Vater war sich da ganz sicher, doch ihn kann sie nicht mehr fragen, denn er ist tot. Als die Kinder im Dorf plötzlich nacheinander verschwinden, verdächtigen die Bewohner des kleinen Ortes umgeben von Moor, den neuen Jungen. Ein Jung der bei den "Hexen" lebt, wie die zwei alten Damen am Moorrand genannt werden. Doch Lexi ist sich sicher das er nicht der Schuldige ist. Auch wenn sie genau weiß, dass er ein ebenso großes Geheimnis hütet wie das Moor selbst. Das Moor in dem alles begann und wo alles enden wird...

Verflucht ist ein schönes Beispiel für eine Gruselgeschichte. Ich kenne schon andere Bücher von Victoria Schwab und das hier, gehört nicht zu ihren stärksten Geschichten. Aber das soll dem Buch selbst keinen Abbruch geben.
Die Athmosphäre passt sehr gut ins Moor: irgendwie nebelig und schummrig, nicht ganz düster, aber schon etwas unheimlich. Die Idee der Moorhexe ist nett und solide, allerdings nichts besonderes. (Was ich durchaus nicht als negativ bewerte.)
Man liest die Geschichte aus Lexi's Perspektive und da sie ein sher symphatischer Charakter ist, gibt sie auch eine gute Heldin für die Geschichte. Ihre Stärken und Schwächen sind gut ausbalanciert, womit sie bei vielen Lesern sicherlich punkten kann. Für alle anderen Figuren hat es dann nicht mehr so ganz gereicht. Bei Cole wäre noch etwas mehr gegangen, seine Figur bleibt ein bisschen fade. Auch Lexi's Mutter und ihre kleine Schwester kommen etwas kurz in der Tiefe. Aber das kenne ich aus Ms. Schwab's anderen Büchern bereits.

Die Handlung folgt dem klassischen Schema und spitz sich zum Ende hin mehr und mehr zu. Trotzallem bleibt sie etwas schwach, da die Ereignisse nicht wirklich greifenbar sind. Die Handlung ist hier ein bisschen wie Nebel. Es ist spannend, ja, und schlüssig auch, aber die Action verläuft sich und irgendwie fehlt es dann am Ende an Pepp. Die grusligeStimmung ist jedoch ungebrochen, das muss man der Autorin zu Gute halten. Wer hier auf eine große Liebesgeschichte hofft, der wird enttäuscht werden. Ja es gibt einen Loveinterest, aber der ist wie die Stimmung selbst nicht ganz greifbar und eher zurückhaltend. Das überträgt sich dann auch auf die Beziehung zu Lexi und umgekehrt.

Nichtsdestotrotz ein sehr schönes Buch, das sich zu lesen lohnt. Eine Handlung die eine alte Legende um die Hexe von Near aufleben lässt, eine sehr symphatische Protagonistin in einem neblig düsteren Setting.


Sonntag, 14. Mai 2017

Dienstag, 9. Mai 2017

Buchverfilmung von... was?!


In letzter Zeit stolpere ich oft über Bücher die verfilmt werden, von denen ich gar nichts wusste, dass sie verfilmt werden. Dafür gibt es schon Trailer, was?! Moment, ich glaube ich komme mal aus dem Keller raus, hoch in die Welt.

Du neben mir


Buch: Everything, Everything von Nicola Yoon
Kinostart: 22.6.17
Ich habe das Buch zwar (noch) nicht gelesen, aber es steht auf meiner WuLi und ich bin sehr gespannnt auf diese Verfilmung. Der Trailer hat mir sehr gut gefallen. :-)

 
Fallen - Engelsnacht


Buch: Engelsnacht von Lauren Kate
Kinostart: 13.7.17
Dieses Buch und die ganze Reihe habe ich ausgelassen, weil... zu viel Mainstream und Engel und sie können sich nicht kriegen -  Gedöhns. Aber als Film finde ich das alles gar nicht so schlecht. 

Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie


Buch: Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver
Kinostart: 1.6.17
Lauren Oliver und ich stehen nicht auf gutem Fuß und deshalb ist weder das buch noch der Film etwas für mich, zumindest ins Kino würde ich nicht dafür gehen. Aber ich hätte nicht gedacht das dieses Buch verfilmt wird.

Samstag, 6. Mai 2017

Im dunkelsten Teil des Waldes + Verlosung

Titel: The darkest part of the forest
Reihe: Einzelband
Autorin: Holly Black
Seiten: 336
Verlag: Little Brown Books
 
Reiserichtung: In Fairfolds tiefen dunklem Wald lebt ein Monster. Es ist geschaffen aus Geheimnissen, Erinnerungen, Liebe und Verlust. Es sind die Feen die es erschaffen haben. Hazel und Ben sind in Fairfold aufgewachsen und kennen sich mit den Feen aus. Sie wissen was man an einer Vollmondnacht besser nicht tut und sie wissen wo man seine Wünsche erfüllt bekommt. Doch das erstaunlichste an Fairfold sind nicht die Feen und ihre allgegenwärtige Magie, nein, es ist ein Glassarg, mitten im Wald, in dem ein Feenwesen schläft. Kein Schneewittchen, sondern ein junger Mann mit Hörnern, ein Prinz, wenn es nach Ben und Hazel geht. Ob er jemals aufwacht?

Holly Black hat es einfach drauf! Sie nimmt eine simple Idee und bastelt daraus eine märchenhafte Geschichte.
Die Geschichte ist aus Hazels (meistens), Ben's und auch aus ein paar anderen Perspektiven geschrieben, diese aber nur am Rande. das hat zwar an einer Stelle zu verwirrung geführt, aber ansonsten bekam dadurch immer passende Hintergrundinfos.
Hazel ist kompliziert, denn sie hat ihre Fehler und trifft Fehlentscheidungen und wenn ich auch nicht immer mit ihr einer Meinung war, ist ja auch in Ordnung, stellt sie sich doch ihrem Leben. Eine starke Heldin lieber Ritter ist als Prinzessin. Ihr Bruder Ben hat eine, mehr oder weniger, ungewollte Gabe für Musik und Hazel hat sich fest in den Kopf gesetzt ihn zu beschützen. Andererseits will Ben seine Schwester Hazel beschützen und so horten die beiden ihre Geheimnisse. Die Charaktere sind interessant, auch Jack und Carter. Die Lebensweise der beiden Geschwister, geprägt durch ihre hippy Eltern, hat ein gutes Stück zur Charakterbildung von Hazel und ben beigetragen. Endlich mal wieder Figuren mit einer Vergangenheit!
Die Feen sind genau wie man sich Feen eben vorstellt. Sie sind Wesen des wilden Waldes und das spiegeln sie auch wieder. Man könnte jetzt sagen, dass es nicht sehr kreativ ist, aber für diese Geschichte müssen die Feen so sein. Mit bunten Flügeln und scharfen Zähnen, mit Hörnern und Schwertern, auf Feenrössern und mit Krallen aus dem Wasser auftauchend. Was ich wirklich toll finde, ist das die Feen Bronzewaffen benutzen. Das wird im Buch zwar nicht erwähnt und ist auch nicht wichtig, es ist aber eine offensitliche tatsache zwischen den Zeilen. Das mag ich an Holly Black. Sie schnappt sich einen alten Mythos, packt ihn in die Gegenwart und verwebt dann alles zu etwas, von dem man fast denken könnte das es real ist. Die Geschichte hat einen deutlichen Märchencharakter und bedient sich auch an einigen Legenden (z.B. Tam Lin), ohne diese aufdringlich hervorzuheben.
Natürlich geht es auch um Liebe, das steht sogar im Mittelpunkt. Liebe, Treue und Loyalität drei zentrale Themen.
Das Buch hat meine Erwartungen zwar nicht übertroffen, aber erfüllt. Es ist auch nicht Holly's bestes Werk, aber eine sehr lesenwerte und bezaubernde Geschichte mit schlüssiger Handlung. In einer guten Geschichte steckt immer ein Stück Magie und wenn es der Autor schafft das davon ein Funken überspringt, wie "In the darkest part of the forest", dann hat die Autorin ihren Job hervorragend gemeistert. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch! :-)
 Gewinnspiel:

Ihr könnt jetzt eine Ausgabe von Holly Black's Buch "The darkest part of the forest" gewinnen, in englisch. Es ist ein Taschenbuch in sehr gutem gebrauchten Zustand.

Beantwortet mir in den Kommentaren was Ihr von der Geschichte erwartet.

Teilnahme bis: 13. Mai 0.00 Uhr
Auslosung: am 14. Mai, ich ziehe den Gewinner
Teilnahmebedingungen: ab 18 Jahre oder mit Einverständniserklärung der Eltern, Rechtsweg ist ausgeschlossen
Bitte hinterlasst mir eure Mailadresse, damit ich Euch im Gewinnfall benachrichtigen kann.
Viel Glück!