Sonntag, 22. April 2018

Neues Datenschutzgesetz = Blogaus

Hallo zusammen!

Ab 1. Mai gelten die neuen Datenschutzrechtlinien (DSGVO) auch für kleine Blogs wie diesen. Wer diese nicht einhält macht sich strafbar.
Vielleicht hat der eine und andere von Euch schon die heißen Disskusionen dazu mitbekommen, falls nicht hier mal ein Link zum nachlesen worum es überhaupt geht:
https://datenschmutz.net/dsgvo-checkliste-fuer-blogs/

 Da Blogger leider nicht alle Möglichkeiten anbietet um es Bloggern zu ermöglichen alles entsprechend einzuhalten, muß ich meinen Blog solange offline setzen bis es dafür eine Lösung gibt.
Ich sehe nicht ein das ich mir eigenen Webspace für einen Blog kaufe und bezahle der nicht kommerziell genutzt wird.

Der Lesereiseblog ist weiterhin auf Facebook zu finden und bei Instagram (wo ich allerdings kaum aktiv bin - na vielleicht dann). Auf Facebook werde ich Euch über alles auf dem laufenden halten. Außerdem führe ich den Blog fort, nur eben nicht mehr für die Öffentlichkeit sichtbar. Wenn es eine aktzeptable Lösung bei Blogger gibt geht mein Blog sofort wieder online.
Ich würde mich dann sehr freuen, wenn der eine und andere unter Euch dann noch als Leser hier ist.
Natürlich verfolge ich alle Blogger und Blogs weiter und insofern es noch eine Kommentarfunktion gibt, denn die ist ja nicht Datenschutzkonform, hinterlasse ich sicher auch mal ein paar Worte, wie gewohnt. ;-)

Derweile bedanke ich mich bei allen Lesern und auch Mitbloggern für den netten Austausch!
Ahoi und bis hoffentlich bald!


Samstag, 14. April 2018

Bücher suchen ein Zuhause

Hi zusammen!

Ich habe hier einen Bücherstapel der dringend ein neues Zuhause sucht. Die Bücher sind alle in einem sehr guten bis akzeptabel Zustand. Ich möchte nur das Porto von Euch. Teils englische un deutsche Bücher.
Wenn Ihr an einem oder mehreren Büchern Interesse habt schreibt mir eine Mail.

Schon weg: Zeitenzauber, Red Glove, Black Heart


Samstag, 7. April 2018

Vernichtung: Rebell - ich spüre den Zorn

Titel: Rebell - Gläserner Zorn
Autorin: Mirjam H. Hüberli
Reihe: Rebell (Trilogie, nicht beendet)
Seiten: 259
Verlag: Drachenmond Verlag

Reiseweg: Willow studiert an der Uni Kunst und möchte eigentlich nur normal sein. Leider ist das nicht so einfach, denn sie sieht in den Augen der Menschen deren Spiegelbilder. Was es zu bedeuten hat kann ihr leider niemand sagen. Doch als an ihrer Uni plötzlich ein merkwürdig aussehnder Junge auftaucht, fangen die Ereignisse an sich zu überschlagen. Bald muss Willow erkennen das es nicht nur eine Welt gibt und es hintern den Spiegeln noch weiter geht.

Ich hatte mir schon lange vorgenommen mal etwas aus dem, in Bloggerkreisen hochgelobten, Drachenmond Verlag zu lesen. Dieses Buch war leider die falsche Wahl.
Ganz ehrlich, hat sich hier wirklich eine Lektorin mit beschäftigt? In einem zusammengfasst: schrecklich!
Aber ich kann sehen wieso das Buch viele postive Stimmen hat.

Das Cover des Buches ist Geschmackssache, aber perfekt für die eigentliche Zielgruppe gewählt, nämlich schätzungsweise Mädchen von 12 - 16 mit mäßiger Leseerfahrung in diesem Genre. Was die Autorin in diesem Zusammenhang falsch gemacht hat sind die Figuren. Die sind einfach zu alt für diese Zielgruppe.

Die Autorin hatte eine Idee - die Spiegelwelt. Das ist allerdings das einzige was sie hatte.
Die gesamte Geschichte hinterlässt bei mir den Eindruck einer Mary-Sue Story. Irgendwie ist Willow ganz toll, warum wird aber nicht gezeigt. Sie ist ein naives Mädchen mit heftigen Gemütsschwankungen und leider ohne ausreichend gesunden Menschenverstand. Sie benimmt sich wie ein sehr, sehr unreifer Teenager. Ihr zur Seite steht der "göttlich tolle" Noah, ihr Freund und im späteren Verlauf auch noch der mindestens genauso "tolle" aber sehr mürrische Bo. Ihre Freundin Sam und Sam's Bruder, sowie alle anderen Figuren braucht man hier wegen fehlender Substanz gleich gar nicht mehr erwähnen.

Die Handlung ist von vorne bis hinten Schwachsinn. Es gibt weder einen sinnvollen Grund das Willow auf die andere Seite gehen muss, noch einen Hinweis darauf. Das Einzige was wir bekommen ist eine vage Andeutung, dass Willow irgendwie wichtig ist. Warum, weshalb sagt ihr keiner und sie fragt auch nicht nach. Vermutlich wissen es die Figuren selbst nicht. Es ist also total sinnlos das sie überhaupt bei irgendeiner der Rebellenaktionen dabei ist. Denn das was sie am besten kann ist einfach nur hinderlich sein.
Ein Weltenbau ist praktisch nicht existent.

Die Klammernsetzung sollen als Stilmittel herhalten um die Gefühle und Gedanken von Willow vertiefend auszudrücken. Aber die Geschichte ist doch in der ich Perspektive geschrieben, wozu brauche ich dann so einen Quatsch?! Der Leser ist ganz gewiss nicht so bekloppt wie die Protagonistin. Wir verstehen das auch ohne Klammern!
Was soll diese gestelzte pseudo hippe Jugendsprache? Das Frage ich mich schon seit der ersten Seite...
Wieso erklärt Willow nie jemand irgendetwas und wieso verdammt fragt sie kaum nach? Und wenn sie dann mal nachfragt und keine Antwort bekommt wird sie immer gleich pampig und gibt sofort auf. Wieso gibt es bei keiner der Figuren auch nur die kleinste Entwicklung? Welches Klischee soll den Noah's VW Käfer bedienen? Müsste ich raten würde ich tippen das die Autorin VW Käfer toll findet/ selbst einen hat. Wenn das Auto im Zusammenhang wenigstens ein sinnvolles Klischee bedienen würde, wäre es okay. So ist das leider nur sinnloser input für den Leser.

5 merkwürdige Fakten oder wo ist die Realität?
- Noah trägt anfangs einen Anzug mit Jacket und Willow sieht seine Muskeln trotzdem. Vielleicht sollte sich Noah seine Anzüge dann nicht immer von seinem kleinen Bruder leihen? Könnte ja ausversehen mal passen dieses Ding. Oder ist der jetzt auch noch ein krasser Bodybuilder? O.o

-Willow macht ständig Anmerkungen gegenüber Sam das sie ihr nicht zuhört wenn Sam mit ihr redet. (Wir erinnern uns Sam ist die beste Freundin.) Da kommen dann Beschreibungen wie Sam's Geschwafel, Geplapper etc. also wenn meine beste Freundin mir nie zuhört ist aber was los!

- es ist für den Leser total wichtig genau zu wissen wer im Detail wie gekleidet ist. Um uns das Aussehen der Figuren und deren Stil noch näher zu bringen, gibt es ausserdem Zeichnungen (die ohne Frage schön sind). Leser haben schließlich keine Fantasy! Wir haben zwar kaum Handlung aber Hauptsache alle sind stylisch gekleidet.

- mit dem Seriengedöns will ich gar nicht erst anfangen.

- Mal davon abgesehen wie realistisch ein Mottotag an einer dt. Universität ist, habe ich auch noch noch nie Schließfächer für Studenten gesehen. Bei mehreren tausend Studenten die sich an so einer Uni tummeln fällt es Willow sicher auch nicht auf wenn da irgendwo ein neues Gesicht auftaucht. (Aber das wäre jetzt einfach nur kleinlich.)

- ach ja und am Ende des Buches muss - anstatt sich über wichtige Dinge zu sorgen - noch schnell ein Ball her, weil ohne Ball kein neues Umstyling und das Willow scheinbar nicht mehr nach Hause kommt, wird unter den Teppich gekehrt

- na ja solange man mit einem eben noch halbtoten Junge ohne Probleme durch die halbe Stadt läuft ist ja alles in Butter. Bo's Verletzung ist dann ja scheinbar auch nicht so wild.

Ich hatte den Eindruck das die Autorin einfach mal losgeschrieben, aber keinerlei Ausarbeitung vorgenommen hat. Was mich zu meiner Frage mit der Lektorin zurückführt. Leute ich suche immer noch den Sinn in der Handlung und in den Dialogen!
(Übrigens weshalb Willow selbst kein Spiegelbild hat ist doch klar wie Kloßbrühe, bitte sagt mir das dass nicht die in Teil zwei oder drei auftretende überraschende Wendung sein soll!) All diese Kritik hat nicht viel mit persönlichem Geschmack zu tun oder damit das ich definitiv zu alt für die Zielgruppe bin, sondern leider mit fehlendem Handwerkszeug von Seiten der Autorin.

Wie dieses Buch auf der Shortlist zum Deutschen Pahntastikpreis stehen kann ist mir schleierhaft. Wenn das unter den Besten ist, dann ist das ein Armutszeugnis für dt. Fantasy allgemein. Hier haben wir ein fantastisches Beispiel dafür was Networking und Marketing alles zu tun vermag, aber kein Beispiel für gute Handwerkskunst.

Leider sehr enttäuschend... ein Stern für die Idee, das Cover und die gute Anpassung an die eigentlich zu erreichende Zeilgruppe (bitte das nächste Mal die Protagonistin doch einfach in die Schule schicken, nicht an die Uni. Da gehört sie wirklich nicht hin.)


Sonntag, 1. April 2018

This Savage Song - Geschichten die reinhauen

Titel: This Savage Song
Reihe: Monsters of Verity (Band 1 von 2)
Autorin: Victoria E. Schwab
Seiten: 400 (als Audiobook gehört)
Verlag: Titan Publishing

Route: Willkommen in Verity! Eine Stadt zerteilt in zwei konkurriende Bezirke. Im Norden herrscht Callum Harker zusammen mit den Malchai, Monster die auf seinen Befehl hören. Im Süden regiert Henry Flynn der Anführer des FTF, doch dort ist es nicht sicher. Im Norden dagegen kann man sich Sicherheit kaufen, garantiert von Harker, der auch die zweiten Monster unter Kontrolle hat: Corsai. Doch stimmt das wirklich? August Flynn gehört zur dritte Sorte Monster: Sunai. Doch August ist anders. Er hält sich an dem bisschen Menschlichkeit fest das ihm anhaftet und will helfen, um des Friedens Willen. Da bietet sich ihm eine Chance, sie heißt: Kate Harker. Die Tochter von Harker will die Anerkennung ihres Vaters und dafür würde sie über Leichen gehen, Monsterleichen um genau zu sein. Als sie August in ihrer neuen Schule kennenlernt ahnt sie nicht das dieser Wunsch bald mehr als wahr wird. August und Kate müssen sich eingestehen, dass sie nicht nur ihre eigenen Motive, sondern auch besser die von allen anderen hinterfragen, um der Frieden Willen und um ihrer eigenen Leben Willen.

Die Geschichte fängt langsam an, aber Victoria Schwab kann langsam gut. Genauso gut wie schnell und das kommt in diesem Buch nicht mit einem Wispern sondern einem BANG!
(Interner Buchscherz :D )
Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Version der USA, die jetzt von Monstern bevölkert wird. Monster die nur eines wollen, Menschen und ihre Lebensenergie. Die Story beginnt langsam und entwickelt sich erst allmählig. Eine elegante Idee, denn der Weltenbau braucht Zeit um  zu sacken. Außerdem nutzt die Autorin diese Zeit um ihre Charaktere zu entwickeln.
Die Geschichte an sich ist weniger Wortgewandt als ich das von ihren anderen Büchern gewöhnt bin, aber das ist nicht schlimm. Sobald sich die Geschichte entfaltet hat, hat man ohnehin keine Zeit mehr auf Details zu achten, sondern ist damit beschäftigt all den Blutpfützen, Monstern und der Dunkelheit auszuweichen. ;-) Die Atmosphäre der Handlung ist intensiv und später Spannungsgeladen, teilweise unheimlich, gruselig und spart auch nicht an Brutalität.
Die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet! August ist sehr emphatisch und sich im klaren darüber das er nicht ändern kann was er ist. Als er in der Schule Kate im Auge behalten soll, kommt zum tragen wie abgeschirmt er all die Jahre gelebt hat. Wenn er mit anderen agiert ist er zurückhaltend aber, da er als Monster nicht lügen kann, gibt er immer die besten Antworten. Die Dialoge mit ihm und Kate sind einfach göttlich! Gerade als man denkt man weiss wohin diese Geschichte führt - BANG - gibt es einen neuen Twist den man so nicht erwartet hat.
Mit Kate hatte ich anfangs einige Probleme. Ich konnte ihre Motivation nicht nachvollziehen, weil ich Callum Harker sofort durchschaut habe. Allerdings hat sich meine Abneigung gegen Kate mit ihrer Weiterentwicklung gelegt. Sie ist hart, eine Kämpferin, aber das ist ihren Lebensumständen geschuldet. Wer jetzt eine Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht, obwohl es leicht angedeutet wird. Doch - realistischer Weise - bleibt dafür nicht ausreichend Zeit und immerhin gibt es ja noch mindestens einen weiteren Band. Die Nebencharaktere treten bei diesen beiden Protagonisten leider in den Hintergrund. Auch ein paar Details im Weltenbau könnten noch erklärt werden, aber ich persönlich sehe das nicht als Minuspunkte, sonder als mögliche Verbesserungen im zweiten Band. Wie auch immer, der Fokus liegt klar auf den Figuren, Monstern und der Aktion - das reicht mir völlig.
Die Grundidee der Geschichte ist so simpel wie genial: böse Taten bringen Monster hervor. Wieso hat da noch nie jemand dran gedacht?!

Victoria Schwab ist definitiv unter meinen Top Ten Schriftstellern und dieses Buch müsst Ihr lesen, sonst habt Ihr was verpasst.




Eislauf - Liebesgeschichte: All laced up!

Titel: All laced up
Reihe: Einzelband
Autorin: Erin Fletcher
Sprache: englisch (dt. Version - nein)
Seiten: 220 (gelesen als E-Book)
Verlag: Entangled Pup

Route: Pierce Miller ist der neue Superstar im Eishockey. Lia Bailey könnte die nächste Olympiasiederin im Eiskunstlauf sein. Doch auch wenn beide Jahre lang auf der selben Eisbahn trainiert haben, haben Sie nicht viel für einander übrig. Lia findet Pierce überheblich und Pierce hat so viel zu tun, das er Lia gar nicht wahrnimmt. Aber wenn es etwas gibt das die beiden verbindet, dann ist das Hokey. Als Pierce anfängt seine Spiele zu vermasseln, kann Lia sich nicht mehr zurückhalten und kommentiert auf der Webseite von Pierce Verein. Es stellt sich heraus das Pierce gar nicht so selbstsüchtig ist und aus einem Onlinekommentar wird plötzlich viel mehr.

Eine sehr süße Teenagerliebesgeschichte! :-)
Ich mochte Lia gerne, sie war zwar ein bisschen zu prüde - aber das ist den konventionellen amerikanischen Werten zu schulden, wie man auch deutlich an der Begegnung ihres Onkels und Pierce sieht. Für uns Europäer ein wenig merkwürdig, aber so kennt man das. Pierce war ebenfalls symphatisch und obwohl Lia ihn immer als oberflächlich betrachtet hat, konnte er uns alle vom Gegenteil überzeugen. Auch die Eltern und Geschiwster der beiden waren wie selbstverständilich in die Geschichte verwebt, was oft genug ja nicht der Fall ist. Die Figuren und der Plot wurden damit ein Stück authentischer.
Erin Fletchers Schreibstil ist nicht außergewöhnlich, aber ordentlich und dem Thema und Unterton der Geschichte angepasst. Es war nicht zu ktischig und die Dynamik zwischen den Figuren hat gepasst.
Das Thema Eiskunstlauf und Hockey war immer präsent und für die Geschichte detialiert genug. Das Ende war sogar richtig spannend, auch wenn von Anfang an klar war das es gut ausgeht.

Eine schöne "coming-of-age" Geschichte, die mit viel Liebe geschrieben und mit Eisklunstlauf und Hockey versehen wurde. Sehr empfehlenswert und ich werde mir gelegtlich eine Printausgabe besorgen (schönes Cover).

Donnerstag, 22. Februar 2018

World After - die Welt danach

Titel: World After (Band 2)
Autorin: Susan Ee
Reihe: Penryn & the End of Days ( Trilogie, abgeschlossen)
Seiten: 448
Verlag: Hodder Paperbacks

Reiseroute: Wir begeben uns in das apokalyptische Überbleibsel der USA. Penryn hat ihre Familie endlich wieder zusammen, doch was man ihrer Schwester angetan hat, setzt ihr stärker zu als sie glaubt. Besonders Paige selbst leidet darunter und läuft schließlich davon. Von Schuld angefressen macht sich Penryn auf die Suche und gerät dabei selbst in Gefahr. Eine Gefahr die sie nicht nur in mitten der Intrigenversuchten Engelswelt führt, sondern auch wieder näher zu Raffe bringt. Raffe, der verzweifelt versucht seine Flügel zurückzubekommen. Ein Kampf um Macht entfesselt die neuen Kreaturen, welche die Menschheit und vielleicht die Engel selbst bedrohen.

Im 2. Band folgen wir Penryn die scheinbar von den Toten erwacht ist. Sie schließt sich dem Widerstand an, endlich vereint mit ihrer Familie. Doch das was aus ihrer kleinen Schwetser Paige geworden ist, ist nicht nur für Penryn schwer zu erfassen. Auch unter den Leuten des Widerstandes regen sich kritische Stimmen. Paige sei kein Mensch und gefährlich. Es ist deutlich zu sehen wie unsicher Penryn ist, was von ihrer kleinen Schwester noch menschlich ist und was nicht. Ihre Mutter, verrückt wie eh und je, schafft es besser hinter die Kulissen zu sehen, auf ihre spezielle Weise. Doch für Penryn ist das keine große Hilfe, da sich die beiden nicht sonderlich gut verstehen.
Penryn ist eine Figur wie geschaffen für ein apokalyptisches Setting, eine Kämpferin. In Anbetracht der Umstände ist sie als einzelne Person natürlich recht machtlos und kann dem Treiben der Engel keinen Einhalt gebieten - was auch wirklich logisch ist. Mit Raffe ist das eine andere Sache. Zugegeben, ich habe ihn vermisst. Sein Humor hätte die Geschichte an manch einer Stelle etwas aufgelockert. Seine angebliche Machtlosigkeit fand ich fragwürdig. Was hat er den bitte zwei drittel des Buches getrieben? Nur seine Flügel gejagt? Dafür das es am Ende dann "doch so einfach" ging, war das ein unglaubwürdig. Eindeutig eine schwäche in der Handlung! Weshalb die kleine Schwester Paige zu Beliol abhaut ist mir auch noch etwas suspekt, aber aktzeptiert.

Das die Widerstandsgruppe in diesem Buch nicht im Mittelpunkt stand hat mir dagegen sehr gut gefallen. Es war ganz interessant wie Penryn sich auf die Suche nach ihrer Schwester gemacht hat und sich die Ereignisse von da an entwickelt haben. Allerdings hatte sie mir ein bisschen zu viel Hilfe und Glück dabei - jedoch nachvollziehbar (irgendwie musste die Autorin bestimmte Dinge ins Rollen bringen). Bis auf die Tatsache das Raffe's Taten in diesem Band zu flach und unmotiviert bleiben, hat er noch die beste Entwicklung durchgemacht. Die kurzen Flashbacks zwischen Penryn und Raffe's Schwert waren herzerwärmend und haben viel zur Entwicklung der Bezieheung von Penryn & Raffe beigetragen. Die ganze Sache mit dem Schwert, seinem Namen und dem Teddybär fand ich dagegen einfach nur albern. Auch wenn es lustig sein sollte, es war zu sehr erzwungen und ich konnte darüber nur die Augen verdrehen. (Btw. bin mir ziemlich sicher sie hätte das Schwert auch am Körper rein schmuggeln können, aber was weiß ich schon...😠)

Eine höchst interessante Info (wird nicht verraten ;-) )haben wir in der Szene im Meer bekommen und ich war eine Weile überzeugt davon, dass man die Engel mit diesem Wissen gut bekämpfen kann. Allerdings glaube ich jetzt nicht mehr das Penryn auf diesen Zug springen wird. Schade eigentlich, das wäre sicher eine interessante Entwicklung!

Wie auch immer, der zweite Band hatte seine Stärken und Schwächen und leider war er eindeutig schwächer als der erste Band. Das Szenario scheint sehr brutal, doch für mich durchaus nachvollzihebar. "Am Ende ist sich jeder selbst der Nächste" wird in diesem Buch sehr oft gelebt.

Freitag, 16. Februar 2018

My secret life offline: Olympia Eiskunstlauf


Heute plaudere ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Ich verfolge zur Zeit ein bisschen die olympischen Winterspiele, insbesondere Eiskunstlauf und freue mich daher natürlich sehr über den überraschenden Sieg von den Paarläufern des deutschen Teams: Aliona Savchenko und Bruno Massot.
Nachdem die beiden nach dem Kurzprogramm noch auf dem 4. Platz waren, haben sie zum Schluss noch einmal richtig aufgedreht und sind tatsächlich noch auf Gold gekommen. Wahnsinn! Ich habe mich total für die beiden gefreut! Sie hatten auch eine wundervolle Kür mit schöner Musik. Einfach toll anzusehen.
Aber auch die 2. Sui Wenjing und Han Cong, das Pärchen für China haben ihre Sache grandios gemeistert. Die Kür der Kanadier Meagan Duhamel und Eric Radford hat mir auch sehr gut gefallen und die beiden waren mit ihrem Ergebnis doch sichtlich zufrieden. 
Allgemein läuft es für die deutschen Teams im Wintersport bei diesen olympischen Spielen sehr gut. Neun mal Gold war bis jetzt drin, 2 x Silber und 3 x Bronze. Wirklich kein schlechtes Ergebnis. 
Ein bisschen traurig bin ich das Irland bis jetzt noch nichts abstauben konnte - ja genau - die machen auch mit. ;-) Das wäre mal ein cooler Außenseiter - Überraschungssieg. Aber klappt vielleicht noch. 
Ansonsten sind natürlich alle Länder im Medaillienspiegel vertreten die man mit Wintersport verbindet: Kanada, USA, Norwegen, Schweden, Österreich, Frankreich, Niederlande, Italien und natürlich auch Südkorea. Ich bin jedenfalls gespannt wie sich das noch entwickelt. 

Wer unter den Bücherfreunden verfolgt noch die Winterspiele und was ist eurer Lieblingssport?

Sonntag, 11. Februar 2018

Young World

Titel: Young World - die Clans von New york
Reihe: (Band 1, Trilogie, nicht abgeschlossen)
Autor: Chris Weitz
Seiten: 384
Verlag: dtv

Route: In New York gibt es nur noch Teenager, denn jeder der 18 Jahre oder älter ist stirbt. Auch Jefferson's Bruder, der Anführer des Washington-Square-Clans stirbt als er 18 Jahre alt wird. Die Seuche kennt eben keine Gnade. Trotzdem muss es weitergehen und als Brainbox Jefferson von seiner Idee erzählt in die Stadtbibliothek einzubrechen, um nach einem wissenschaftlichen Artikel zu suchen der etwas über die Seuche erzählt, zögert dieser nicht lange. Zusammen mit seiner heimlichen Liebe Donna und sehr kleinen aber toughen Chinesin, macht sich die Gruppe auf den gefährlichen Weg durch New York und die verschiedenen Terretorien der entstandenen Clans.

Die Geschichte ist etwas unkonventionell geschrieben. Es gibt keine wörtliche Rede, wie üblich und ich denke das ist dem beruflichen Hintergrund des Autors geschuldet. Man konnte aber trotzdem immer genau verfolgen wer gerade spricht. Die Perspektive wechselt Kapitelweise zwischen Donna und Jefferson. Letzterer ein interessanter Charakter der erst in seine Rolle als Anführer hineinwachsen muss. Auch wenn sein Bruder nur eine sehr kurze Rolle hat, merkt man trotzdem das Jefferson ihm nicht ganz das Wasser reichen kann. Das bedeutet das die Figuren einen guten Hintergrund haben. Genau diese Tatsche macht dann auch alle Figuren einzigartig.
Die Geschichte beinhaltet reichlich Gewalt, Waffen und zeigt ziemlich gut die Abgründe menschlichen Verhaltens in Ausnahmesituationen. Sehr interessant welche Früchte Chris Weitz Vorstellung einer neuen Gesellschaft treibt!
Es gibt reichlich Spannung und interessante Ideen. Der Plot ist recht klassisch gehalten und die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, aber nicht so das man dringend weiterlesen muss. Die ein und andere Idee ist vielleicht einen touch zu viel, aber an sich ist alles recht Realitätsnah gehalten - oder könnte es zumindest. Die Stärke des Autors sind aber eindeutig die Charaktere.

Ein guter solider Auftakt für eine Dystopie. Vielversprechende Story und anngenehme Figuren.


Sonntag, 28. Januar 2018

Zeitreiseabenteuer mit Zeitenzauber

Titel: Zeitenzauber - das verborgene Tor
Reihe: Zeitenzauber (abgeschlossen, 3 Bände, Nachfolgereihe "Auf ewig dein")
Autorin: Eva Völler
Seiten: 352
Verlag: Baumhaus Verlag

Reiserichtung: Für Anna und Sebastiano scheint die Aufgabe diesmal eigentlich recht einfach. Sie sollen Mr. Stephenson in das Jahr 1813 begleiten. Doch als sie dort angekommen sind, erfahren sie dass, die wahre Mission weitaus gefärhlicher ist. Natürlich erhalten sie von Jose wieder einmal kaum brauchbare Informationen, aber zum Glück stehen Ihnen Jerry und sein Großvater zur Seite. In die Upperclass dieses Jahrhunderts hinein gestoßen, müssen Anna und Sebastiano herausfinden wer Freund und Feind ist. Doch diesmal haben sich die Alten besonders bemüht, denn hierbei handelt es sich um das letzte Spiel über Zeit und Raum.

Ich habe Band 1 und 2 vor zwei Jahren gelesen und bin erstaunlich gut wieder reingekommen. Das Buch ist auch wieder aus Anna's Perspektive geschrieben und sie hat in den ersten 2 Kapiteln noch einmal einige grundlegende Fakten wiederholt. Das hätte mich sicherlich gestört, wenn ich die Reihe nicht jetzt erst Jahre später beendet hätte. So ermöglichte mir das einen guten Einstieg. Dennoch, im dritten Band noch einmal viele Grundlegende Fakten erklären, ist meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten.

Die Dynamik zwischen Anna und Sebastiano hat mir sehr gut gefallen. Sie haben sich benommen wie ein frisch verliebtes Paar und das hat sehr gut zur Geschichte und den beiden Figuren gepasst. (Hier muss man auch ein bisschen die Zielgruppe des Buches bedenken.) Klar ist Anna manchmal total naiv, aber immerhin ist sie erst 21 und da finde ich solches Verhalten noch überaus glaubwürdig. Sebastiano hat ein bisschen die ruhige Seite inne, das heißt er gleicht Anna's hibbeliges Wesen etwas aus. Eine gelungene Kombination.
Allerdings scheinen mir beide in diesem Band nicht ganz helle und eindeutig zu unbekümmert an die Sache heranzugehen. Wie oft spielt Anna dem Alten in die Hände, obwohl es vermeidbar gewesen wäre? Warum stellen sie nicht mehr Nachforschungen zu ihrer Aufgabe an? Schließlich stehen Ihnen ja alle Mittel dieser Zeit zur Verfügung als reiche Adelige. Das hat den Plot, meiner Meinung nach, ziemlich runtergezogen. Die Gefahr war real und das Spiel der Alten eigentlich ganz clever gedacht, aber irgendwie kam mir die Handlung schwammig vor. Dann war da noch die eine Sache zwischen Anna & Sebastiano, die ich nicht ohne zu spoilern verraten kann, die aber extrem überzogen war - und nein, ich rede nicht von den kleinen Beziehungskrisen. Solch eine Entscheidung hat überhaupt nicht zu Anna's unreifem Charakter gepasst. Seabstiano habe ich das ja noch abgenommen, aber na gut, was soll man machen?
Wie bereits erwähnt war die Handlung an sich durchaus gut durchdacht, nur leider stand sie im Widerspruch zu den Handlungen unserer reichlich unbekümmerten Protagonisten. Irgendetwas war da durcheinander. Am Ende war es plötzlich ganz simpel und schnell aufgelöst und das Universum gerettet. Da hat irgendetwas nicht zusammen gepasst. Bis zur ersten Hälfte ist die eigentliche Handlung, die Rettung der Zeit, im Hintergrund untergegangen zu Gunsten von Prunk, Luxus und Teenieschwärmerei. Das war sehr schade. In den vorherigen Büchern war das besser abgestimmt.

Ansonsten gab es einiges an Humor, wenn man sich nicht an den ganzen Klischee's und Vergleichen zur heutigen Popkultur stört. Ich fand das Buch okay, als Abschluß einer Trilogie hätte es aber mehr um die Rettung der Zeit gehen dürfen und weniger um alles andere.





Samstag, 27. Januar 2018

Die Chroniken des Magnus Bane

Titel: Die Chroniken des Magnus Bane
Reihe: The Mortal Instruments (Prequel)
Autor: Cassandra Clare, Maureen Johnson, Sarah Rees Brennan
Seiten: 568
Verlag: Arena

Lesereise: Das Leben eines Jahrhunderte alten Hexenmeisters ist nicht nur einfach speziell, sondern glitzert! In diesem Prequel verfolgen wir Magnus's Weg durch die Jahrhunderte. Von seinen Erlebnissen in aller Welt bis hin zu seiner Begegnung mit Alec Lightwood. Was in Peru geschah ist nur eine Frage in die uns Magnus Einblick gewährt.

Es handelt sich hier um Kurzgeschichten über Magnus Bane, geschrieben aus seiner Sicht.
Magnus ist mit einer meiner liebsten Charaktere aus den Chroniken der Unterwelt und ich war sehr gespannt darauf ihn mal "persönlich" kennenzulernen und nicht nur aus Sicht Anderer.

Die Kurzgeschichten sind zussamenhangslos aneinander gereiht und oft hat man zwsichen zwei Geschichten das Gefühl etwas Essentielles verpasst zu haben. Besonders deutlich wird das in den Stories rund um Camille. Es werden leider kaum Geheimnisse von Magnus gelüftet, man erfährt eigentlich gar nichts Wichtiges. Viele Kurzgeschichten sollen ach so lustig sein, sind sie aber nicht. Der Zusammenhang mit Magnus bisherigen Leben und auch der Schattenjägerwelt ist in manchen Geschichten nicht exisitent. Was interessiert es beispielsweise das Magnus betrunken durch eine Wüste fliegt? Es trägt zu nichts etwas bei und warum er nun aus Peru verbannt wurde, wird nicht einmal aufgeklärt! Es gibt einige knappe Andeutungen auf Magnus Kindheit und seine frühere Vergangenheit, aber es wird auf nichts davon eingegangen. Das ist sehr ärgerlich und verschenktes Potenzial!
Magnus Persönlichkeit ist die erste Hälfte des Buches extrem flippig und ähnelt nur teilweise dem Magnus wie wir ihn kennen. Erst in der zweiten Hälfte wird er etwas gesetzter und ähnelt sich selbst mehr.
Am besten haben mir die beiden Geschichten rund um Alec gefallen. Ich fand die Dynamik zwischen den beiden super und Alec's Charakter aus Magnus Sicht zu sehen ist wirklich interessant.
Der Schreibstil von Cassie tritt nur in manchen Geshcichten zu Tage. Aber es handelt sich ja auch um ein Gemeinschaftsprojekt. Ich denke sogar das sie sich die einzelnen Kurzgeschichten aufgeteilt haben und Cassie selbst z.B. wenigstens die beiden Geschichten über Alec verfasst hat. Aber 100 % sicher bin ich mir da nicht.
Es gibt auffallende Fehler in der Rechtschreibung (Lektorat, hallo?) und sogar einen gravierenden Logikfehler in einer der Kurzgeschichten.

Ich fand es sehr enttäuschend. Man hat im Prinzip kaum etwas über Magnus Leben erfahren, das man sich nicht hätte schon so denken können. Das einzige interessante waren die Stories mit Alec. Fazit: sehr enttäuschend!
Ein Koffer ist für das Cover - wenigstens das fügt sich in die Reihe ein.